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Vereinsheim und Sportplätze
In der Geschichte unseres Vereins gibt es sicher eine Vielzahl von Ereignissen, die einer besonderen Würdigung wert sind. Hier soll nun die Entstehung des Sportzentrums wiedergegeben werden.
Als um die Jahrhundertwende die Ueser Bauern den Entschluss fassten, auf ihrem für Ackerbau nicht geeigneten Gelände in den Ueser Alpen ein Hartsteinwerk zu errichten, haben sie sicher nicht daran gedacht, daß hier im Jahre 1984 ein Sportzentrum für den TSV Uesen eingeweiht werden würde.
Ende der 60er Jahre wurde dann dieses Hartsteinwerk aus Sandmangel geschlossen. Der Rat der Gemeinde Uesen unter Bürgermeister Heinz Meyer nutzte die Gunst der Stunde und wandelte dieses Gebiet in reines Wohngebiet um.
Damit wurde die Grundlage für die heutige Gestaltung des Geländes geschaffen. Der neue Eigentümer des Geländes - ein Herr Uwe Jürgen - stellte dann erwartungsgemäß einen Antrag auf Erlass eines Bebauungsplanes. Diesen Antrag musste er schon an die durch Zusammenschluss inzwischen neu gegründete Stadt Achim stellen. Der Rat der Stadt gab zu erkennen, dass er wohl einen Bebauungsplan erlassen würde, wenn der Eigentümer ein ca. 40.000qm großes Gelände für gemeinnützige Zwecke an die Stadt Achim zu einem annehmbaren Preis verkaufen würde. Der Eigentümer war einverstanden. Hier ist das besondere Verhandlungsgeschick von Bürgermeister Christoph Rippich zu nennen. So konnte das Institut für Stadt- und Raumplanung am 4. Juni 1976 den Entwurf eines Bebauungsplanes vorlegen. In diesem Entwurf war ein ca. 40.000qm großes Gebiet als Sport-, Freizeit- und Erholungsgebiet vorgesehen.
In der folgenden Zeit hat sich der Vorstand des TSV Uesen in vielen Sitzungen und Gesprächen, sowohl mit der Verwaltung als auch mit dem Jugend- und Sportausschuss, recht intensiv um die Gestaltung dieses Sportzentrums gekümmert.
Auch der Schützenverein meldete Ansprüche auf dieses Gelände an. Wir waren eigentlich sehr erfreut darüber, denn zu zweit konnte man sicher mehr erreichen als allein. Beide Vereine haben dann eine Planungskommission gegründet, um ihre Interessen besser zu koordinieren. Diese Planungskommission stellte am 24. Mai 1980 der Stadtverwaltung ihr gemeinsam erarbeitetes Konzept zum Bau eines Schießsportzentrums vor. Die Stadtverwaltung beauftragte daraufhin den Architekten Wolfgang Thies, ein baureifes Gutachten unter Berücksichtigung unseres Konzeptes zu erstellen. Am 20. Januar 1981 wurde das Gutachten vorgelegt. Es deckte sich im großen und ganzen mit unseren Vorstellungen. Wir wurden von der Stadtverwaltung zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert und haben dies auch sofort erledigt. Leider war eine Aussage des Schützenvereins zu diesem Gutachten nicht zu bekommen. Auch an den Sitzungen der Planungskommission nahmen die Schützen plötzlich nichtz mehr teil. Ende 1981 konnten wir dann in der Zeitung lesen, dass der Schützenverein z. Zt. kein Interesse mehr habe. Wir haben dann allein weiter gemacht. Die vom Architekten Thies im Gutachten vorgeschlagenen Hochbauten sollten 4.640.000,- DM kosten. Wir wissen alle, dass dieses bei der herrschenden Finanzknappheit der öffentlichen Hände in absehbarer Zeit nicht zu verwirklichen gewesen wäre. Da aber die Spielflächen fertig waren, musste etwas geschehen. So legte die Verwaltung im Jahre 1982 ein neues Konzept vor. Es sollte zunächst nur ein Umkleidehaus gebaut werden. Dieses Umkleidehaus sollte 600.000,- DM kosten, wobei die Unterhaltungs- und Reinigungskosten vom TSV übernommen werden sollten. Für dieses Konzept konnten wir uns nicht erwärmen, und wir haben viele Gespräche geführt und lange überlegt, was wir besser machen können. Zu Hilfe kam mir dann ein Gespräch über dieses Thema in der Fußballaltliga.
Günter Marks und Klaus Pflug schlugen vor, doch ein Ausbauhaus von der Firma Nordhaus (ihrem Arbeitgeber) zu kaufen und dieses in Eigenarbeit fertigzustellen. In Dauelsen würde gerade so ein ähnliches Haus gebaut. Ich habe diese Idee dem Vorstand vorgetragen und wir sind gemeinsam nach Dauelsen gefahren und haben uns bei dem dortigen Vorsitzenden schlau gefragt.
Der Vorstand stimmte dieser Idee zu und der von uns informierte Stadtdirektor Dr. Petri fand die Sache gut und sagte uns die volle Unterstützung der Stadtverwaltung zu. Dann haben wir Gespräche mit dem Verkausleiterder Firma Nordhaus, Herrn Nickel, geführt. Wir haben ihm unsere Vorstellungen dargelegt, so dass die Firma Nordhaus uns am 24. September 1982 ein Angebot über die Erstellung unseres Umkleidehauses mit Jugendraum und Platzwartwohnung vorlegen konnte. Am 28. September 1982 fand dann eine Besprechung mit dem Stadtdirektor Dr. Petri, dem 1. Vorsitzenden Werner Arndt und dem 2. Vorsitzenden Günter Fehsenfeld statt.
Wir haben dieses Angebot ausgiebig in den Abteilungen beraten und diskutiert und nach diversen Änderungen - wir alle kennen die Gründlichkeit Bernhards - konnte am 18. November 1982 der Antrag zu Errichtung eines vereinseigenen Gebäudes im Sportzentrum Uesen an die Stadtverwaltung gestellt werden. Diesem Angebot lag das detaillierte Angebot mit Zeichnung der Firma Nordhaus bei.
Der Antrag wurde dann sowohl von den zuständigen Stellen als auch vom Landkreis und vom Kreissportbund geprüft. So wurden Bedenken und Anregungen bereits vor der Stellung eines offiziellen Bauantrags geprüft und beseitigt und unser Bauantrag konnte ohne Verzögerung genehmigt werden. Hier kamen uns die guten persönlichen Kontakte unseres Vorstandes und die Hilfsbereitschaft der Stadtverwaltung - besonders durch Dr. Petri, Klaus Keller und Wilfried Landwehr - sehr gelegen.
Am 13. April 1983 haben wir dann offizielle Anträge auf Bezuschussung eines Umkleidehauses mit Jugendraum und Platzwartwohnung an die Stadt, den Landkreis, den Kreissportbund und den Landessportbund gestellt. Die von der Stadtverwaltung im Pachtvertrag und vom Landkreis im Bewilligungsbescheid gemachten Auflagen haben wir dann in einem Vertrag an den Platzwart weitergegeben.
Am 16. Oktober 1983 wurde mit dem Bau unseres Hauses begonnen. Am 30. Mai 1984 konnten wir Einweihung feiern.
Zum Schluss möchte ich es nicht versäumen, mich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich im Namen aller Mitglieder bei folgenden Herren zu bedanken:
Stadtdirektor Dr. Petri, Klaus Keller und Wilfried Landwehr von der Stadtverwaltung; Werner Jagdfeld vom Landkreis Verden und Erhard Keller vom Kreissportbund.
Nicht zu vergessen sind natürlich die fleißigen Mitarbeiter aus unserem Verein: Bernhard Meyer, Günter Marks, Klaus Pflug, Werner Arndt und Wilfried Fanelsa.
Autor: Günter Fesenfeld


